Auf dem Landestag der Jungen Union Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende in Asperg (Kreis Ludwigsburg) wurde der Reutlinger JU-Kreisvorsitzende Marcel Bonnet erneut in den JU-Landesvorstand gewählt. Er konnte bei den Beisitzerwahlen die meisten Stimmen auf sich vereinen und wird nun als Stimmenkönig seine zweite Amtszeit antreten.
Die Junge Union Baden-Württemberg hat sich kritisch mit der Leistungsbilanz der CDU in der großen Koalition auseinandergesetzt. Bei der Beratung des Leitantrags "Chance 2009: Die Erwartungen Baden-Württembergs an die Bundespolitik" bezeichnete Marcel Bonnet die Große Koalition als "Koalition der großen Enttäuschungen" und äußerte sein Unverständnis darüber, hier von einem Glücksfall für Deutschland zu sprechen.
Der verabschiedete Leitantrag bezeichnet Projekte wie die Abwrackprämie, das AGG oder die gescheiterte Gesundheitsreform als "Sündenfälle" die "zahlreiche bürgerliche Wähler von der Union entfremdet" hätten.
So plädiert der beschlossene Leitantrag "Chance 2009" nicht nur weiterhin für eine konsequente Haushaltssanierung, sondern will auch den Flächenverbrauch beschränken oder mehr private Verantwortung in der Gesundheits- oder Rentenpolitik. Zur Nachhaltigkeitsstrategie der JU zählt ebenfalls eine an die Bedürfnisse der Wirtschaft und Bevölkerung angepasst Infrastruktur. Dabei seien modernen Technologien wie das Breitbandinternet heute ähnliche wichtig wie Straßen und Schienen. Projekte wie Stuttgart 21 blieben jedoch für den Anschluss des Landes an die transeuropäischen Eisenbahnnetze unabdingbar.
Mit Blick auf den anstehenden Bundestagwahlkampf wünscht sich der Reutlinger JU-Kreisvorsitzende einen Wahlkampf der klaren Botschaften. "Vor Ort unterstützt die Junge Union unseren Bundestagsabgeordneten Ernst-Reinhard Beck bei seiner Wiederwahl. Mit Beck hat Reutlingen einen guten Vertreter in Berlin", so Bonnet.